Das Projekt

"Zukunftswerkstatt Familienerholung und Qualitätsentwicklung in gemeinnützigen Familienferienstätten" ist ein Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. Es wird unterstützt vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Projektträger ist das Familienerholungswerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.. Laufzeit: Frühjahr 2015 bis Sommer 2017.

Warum dieses Projekt?

Familienerholung in Deutschland befindet sich inmitten eines Paradigmenwechsels: Sie hat sich "im Vergleich zum einstigen Anliegen, den Nachkriegsfamilien günstige Urlaubs- und Erholungsangebote zu ermöglichen, in Aufgabe und Anspruch deutlich verändert. Im Fokus gegenwärtiger Familienerholung stehen keineswegs mehr nur Familien in finanziell prekären Lebenssituationen. Stattdessen muss sich Familienerholung heute an der Vielfalt von familialen Lebenslagen und den damit einhergehenden Bedarfen und Herausforderungen orientieren. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Zielrichtung des SGB VIII, welches darauf abstellt, ein an unterschiedlichen Lebenslagen der Familien orientiertes System von beratenden und unterstützenden Leistungen zu schaffen" (Dt. Verein, 2013).

Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag 2013 deshalb beschlossen, "Angebote der Familienerholung als wichtigen Teil der Kinder- und Jugendhilfe anerkennen, attraktiv ausgestalten und zukunftsfest machen, verbindliche Qualitätsstandards entwickeln und Wege zur Weiterentwicklung der Familienerholung aufzeigen" zu wollen.

Mit dem Projekt "Zukunftswerkstatt Familienerholung und Qualitätsentwicklung in gemeinnützigen Familienferienstätten" möchten die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung zusammengeschlossenen Träger der Familienerholungsmaßnahmen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Auftakt zu diesem ehrgeizigen Ziel geben.

Das Projekt orientiert sich dabei an den Ergebnissen der "Empfehlungen des Deutschen Vereins zu Angeboten der Familienerholung im Sinne des § 16 Abs. 2 SGB VIII" vom Dezember 2013. Dort heißt es im Fazit:

"Als gesetzlich verankerte Leistung der Kinder- und Jugendhilfe bietet die Familienerholung die Chance, Selbstbildungsprozesse zu den für ein gelingendes Familienleben besonders relevanten Themen wie Bindung, Beziehung und Partnerschaft, Kindererziehung und -betreuung, Angehörigenpflege, Entspannung, Bewegung und Ernährung, Stärkung der Selbstkompetenzen, Entwicklung neuer Kompetenzen, Umgang mit der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben, Arbeitslosigkeit, Schulden und Wirtschaften mit knappen Ressourcen, die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe sowie den immer wichtiger werdenden Themen Zeitressource, Zeitknappheit und individuelle Zeitkompetenz anzuregen."