Teilprojekt II

Die Anbieter von Familienerholung sollen in der Lage sein, definierte Qualitätsstandards einzuhalten. (Die Definition der Standards ist nicht Teil des Projekts.) Dies kann nachhaltig gelingen, indem die Anbieter in ihren Unternehmen/Organisationen ein funktionierendes und sich stets fortentwickelndes Qualitätsmanagement einrichten. Hier sind die gemeinnützigen Familienferienstätten als bevorzugter Ort von Maßnahmen der Familienerholung im Fokus. Das Teilprojekt II "Qualitätsentwicklung in gemeinnützigen Familienferienstätten" stellt sich der Aufgabe, beispielhaft mit fünf gemeinnützigen Familienferienstätten (3 katholische Feriendörfer, 1 evangelisches Feriendorf, 1 NaturFreunde-Haus) solch ein auf die Praxis der Ferienstätten angepasstes System zu entwickeln.

Qualitätsmanagement in Familienferienstätten: Sinnvoll und machbar

Dieses Qualitätsmanagementsystem soll sowohl die bestehenden Qualitätsanforderungen an die Betriebe (bspw. im Blick auf Hygienebestimmungen und Arbeitsschutz) als auch die Qualitätskriterien der Familienerholung einschließen können. Gleichzeitig muss es die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen der gemeinnützigen Familienferienstätten berücksichtigen.

In einem ersten Schritt werden die bestehenden Ansätze des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung (bspw. Servicequalität Deutschland, Servicequalität mit evangelischem Profil, Qualitätsstandards für Familienerholung in Thüringer Familienferienstätten, Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen etc.) untersucht.

Um eine nachhaltige Qualitätsentwicklung zu erreichen, müssen diese Ansätze in ihrem "Betriebsaufwand" so heruntergebrochen werden, dass auch kleine Träger von Familienferienstätten sich diesem Aufwand stellen können. Zudem darf es in der Verwirklichung des Qualitätsmanagements nicht bei einer Überprüfung des Bestehenden bleiben. Vielmehr müssen Prozesse dauerhaft installiert werden, die eine echte Qualitätsentwicklung ermöglichen.

Jede einzelne Familienferienstätte wird die Qualitätsentwicklung im eigenen Haus mit Leben füllen müssen. Allerdings kann nicht von jeder Ferienstätte erwartet werden, dass sie ein Managementsystem für die Qualitätsentwicklung selbst erstellt und das Handwerkszeug dafür erfindet. Deshalb braucht es Vorreiter, die im Teilprojekt II "Qualitätsentwicklung in gemeinnützigen Familienferienstätten" realistische und realisierbare Wege für die gemeinnützigen Familienferienstätten ausprobieren und dokumentieren.